Können Sie NEIN sagen?

Lernen nein zu sagen!

Tipp’s um «Nein» sagen zu können!

Bei vielen Umfragen geht klar hervor, dass – nicht NEIN sagen können – eine der grössten eigenen Stressfaktoren im Büro ist. Deshalb habe ich heute einige Tipps, um diese Stressursache in den Griff zu bekommen.

Das Wörtchen «nein» steht ganz vorn unter den Waffen gegen Zeitfresser. Aber warum fällt uns das Nein-sagen so schwer? Um nur einige mögliche Gründe zu nennen:

- man will andere nicht vor den Kopf stoßen.
- man erhofft sich Anerkennung und Wertschätzung.
- man will andere nicht verletzen.
- man möchte es allen recht machen.
- man fürchtet die Konsequenzen etc..

So mancher ist aufgrund der erhofften Anerkennung bemüht, anderen Menschen keinen Wunsch abzuschlagen. Aber es ist meist so, dass man genau von diesen Personen wenig Anerkennung bekommt und sogar ausgenutzt wird. Nun gehören hierzu immer mindestens zwei dazu. Jene Person, die ausnutzt, und jene, die sich ausnutzen lässt! Ein Nein fällt in der Regel viel schwerer, als ein Ja. Wer nicht nein sagen kann, der setzt sich häufig selbst unter Druck bzw. wird unter Druck gesetzt: Ein Arbeitskollege kommt mit einer «kleinen Bitte». Auf eine kleine Bitte folgt die nächste, dann weitere. Und das geschieht dann in der Regel nicht nur im Arbeitsumfeld, sondern setzt sich auch im privaten Bereich, in der Familie fort.

Wenn Sie Arbeiten und Aufgaben erledigen, für die Sie eigentlich gar nicht zuständig sind, dann bleibt Ihnen weniger Zeit für IHRE Aufgaben oder eben weniger Zeit für Ihre Freizeit. Deshalb: Lernen Sie, NEIN zu sagen. Das gelingt meist nicht von heute auf morgen. Aber beginnen Sie mit dem Veränderungsprozess gleich heute.

Dazu 7 Tipps:

  1. Der erste Schritt in Richtung Verhaltensänderung besteht stets darin, sich die Ursachen für das Nicht-NEIN-sagen-Können bewusst zu machen. Fragen Sie sich selbst, warum es Ihnen so schwer fällt, NEIN zu sagen. Allein dieser Bewusstmachungsprozess führt oft zu Erkenntnissen, die den Veränderungsprozess erleichtern und beschleunigen. Also: Was befürchten Sie, wenn Sie öfter NEIN sagen?
  2. Erlauben Sie es sich, NEIN zu sagen! Es ist Ihr gutes Recht! Insbesondere dann, wenn Ihnen Arbeiten oder Aufgaben zugeschanzt werden, für die Sie nicht zuständig sind. Machen Sie sich in diesem Zusammenhang bewusst, dass beispielsweise ein JA zum Kollegen ein NEIN für Sie und Ihre Bedürfnisse bedeutet.
  3. Von einem Tag auf den anderen zu allen Forderungen bzw. zugetragenen Wünschen rigoros NEIN zu sagen, ist nicht wirklich sinnvoll. Gehen Sie den Weg der kleinen Schritte. Das Nein-sagen ist ein Veränderungs-, ein Lernprozess. Und wie jeder Lernprozess erfordert auch dieser Übung. Je häufiger Sie es gebrauchen, desto leichter wird es mit der Zeit fallen.
  4. Lernen Sie, höflich, aber bestimmt Nein zu sagen! Natürlich kommt es auch darauf an, wem man eine Bitte abschlägt: dem Vorgesetzten, einem Arbeitskollegen, einem Bekannten, …Es muss nicht immer ein direktes Nein sein. Wenn es Ihnen schwer fällt, Bitten oder Aufgaben abzulehnen, bestimmen Sie selbst, wann Sie diese erledigen: «Ich kann das machen, aber erst am…!», «Ich werde es erledigen, habe aber morgen einen Abgabetermin, den ich unbedingt einhalten muss…»
  5. Legen Sie sich zwei, drei allgemeingültige Argumente parat. So sind Sie dann bei der nächsten Forderung gewappnet und müssen nicht erst nach «Ausreden» suchen.
  6. Begründen Sie Ihr NEIN, sodass es für den anderen nachvollziehbar ist, ohne dass es sich direkt auf dessen Person bezieht (siehe Beispiele unter Punkt 4).
  7. Belohnen Sie sich! Vor allem zu Beginn ist das Nein-sagen eine große Herausforderung. Lassen Sie am Abend den Tag Revue passieren und zählen Sie, wie oft es Ihnen gelungen ist. Steigern Sie sich. Belohnen Sie sich mit einer Kleinigkeit. Das motiviert und stärkt das Erfolgserlebnis.
Marco Gloor: «Lernen Sie, NEIN zu sagen. Ihre Stressbelastung wird abnehmen und Sie tun sich damit etwas Gutes! Öfter mal ein NEIN trägt auch zu Ihrer Gesundheit (weniger Stress) und allgemein zu Ihrem Wohlbefinden bei!»
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