Was ist gute Arbeit?

Was ist gute Arbeit?

Lächeln Sie am Morgen wenn Sie aufstehen? Sie tut es, Marco Gloor auch…

Sie schreiben E-Mails, telefonieren, betreuen Kunden. Warum tun Sie das? «Weil es zum Job gehört», werden Sie sagen. Sie machen Fehler, streiten mit Kollegen, haben gute und schlechte Tage. Sie müssen jeden Morgen ins Büro gehen, an Meetings teilnehmen, Termine einhalten, ob Sie wollen oder nicht, weil Sie mit Ihrem Arbeitsvertrag eine Verpflichtung eingegangen sind.

Arbeit beschränkt also Ihre Möglichkeiten – aber sie fördert gleichzeitig Ihre Selbstverwirklichung. Durch Arbeit wachsen Sie und entwickeln sich weiter. Gute Arbeit trägt dazu bei, Ihre Fähigkeiten zu entfalten. Sie ist eine wesentliche Bedingung für Ihre Selbstachtung. Sie hat auch einen Gerechtigkeitsaspekt, weil jeder Mensch Anspruch auf die Arbeit hat, die zu ihm passt. Gute Arbeit hat drei Dimensionen: Erstens ist sie per se gut, etwa im Hinblick auf Effizienz und Qualität. Zweitens trägt sie im ethischen Sinn zu Ihrer Weiterentwicklung und Ihrem Begriff von einem guten Leben bei. Drittens hat sie einen moralischen Aspekt, wenn sie auch die Bedürfnisse anderer befriedigt.

Arbeit muss als Praxis verstanden werden. Praxis bedeutet Erfahrung und Routine. Lernt ein Kind Schach spielen, strengt es sich anfangs vielleicht nur wegen der versprochenen Belohnung an. Im Lauf der Zeit verbessert es seine Fertigkeiten, findet Spaß an der Tätigkeit, fängt Feuer – und spielt schließlich Schach um der Sache selbst willen, um Vortrefflichkeit zu erlangen. Diese ist ein inneres Gut – und als solche gesellschaftlich wertvoll. Je mehr Menschen «Vortrefflichkeit» besitzen, desto mehr profitiert auch die Gemeinschaft. Dies im Unterschied zu äusseren Gütern: Wo die einen immer mehr davon anhäufen, dort bleibt weniger für andere. Wenn Sie hingegen einen guten Job haben, sich wohl fühlen, nützt das auch anderen.

Gute Arbeit trägt zu einem authentischen Leben bei. Sie beantwortet die Frage, wer Sie sind. Sie verschafft Ihnen Flow-Erlebnisse: Momente, in denen Sie ganz in ihr aufgehen. Sie strukturiert Ihr Leben durch Routinen und Gewohnheiten. Routinen entstehen durch Übung und geben Sicherheit, Gewohnheiten entlasten das Gehirn, weil sie Abläufe automatisieren. Beide erzeugen Vertrauen und Verlässlichkeit, das Gefühl, in der Welt aufgehoben zu sein.

Machen Sie sich Gedanken, ob Sie am Morgen gerne aufstehen und zur Arbeit gehen. Wenn ja, dann ist es gute Arbeit, wenn nicht dann… dann sollte Sie etwas ändern. Marco Gloor für gloormarketing.ch

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