Die grössten 8 Zeitkiller

Überforderung kommt auch von zuwenig Zeit haben.

Deine Zeitdiebe auszuschalten - von Marco Gloor

Immer wieder höre ich von meinen Kunden: Das Schwierigste ist nicht, sich besser zu organisieren – was auch nicht immer einfach ist. Wesentlich schwieriger ist es, seine Zeitkiller auszuschalten. Wer Marco Gloor kennt weiss, dass er die Zeit im Griff hat. Weil er seine Zeitkiller gefunden hatte und konsequent eliminierte.

Um diesen Zeitdieben die Luft zu nehmen, muss man sie aber zuerst identifizieren. Erst wenn man genau weiß, wo einem die Zeit «gestohlen wird», kann man was dagegen unternehmen. Hier die Top-Liste der Zeitkiller, die ich aus meiner Erfahrung mit meinen Kunden hier zusammengestellt habe:

Nicht nein sagen können. Wenn Sie Arbeiten und Aufgaben erledigen, für die Sie eigentlich gar nicht zuständig sind, dann bleibt Ihnen weniger Zeit für IHRE Aufgaben oder eben weniger Zeit für Ihre Freizeit. Deshalb: Lernen Sie Nein zu sagen. Mir ist schon klar, dass das wahrscheinlich nicht von heute auf morgen gelingt. Aber beginnen Sie zumindest mit dem Veränderungsprozess gleich heute.

Ein weiterer Top-Zeitkiller sind telefonische Unterbrechungen.
Mit jeder Ablenkung von der Arbeit – was bei einem entgegengenommenen Telefonat eben der Fall ist – müssen Sie sich nach jeder Unterbrechung wieder einarbeiten. Auch wenn das nur wenige Momente dauert – die Summe macht es aus! Um es zu veranschaulichen: Wenn Sie beispielsweise für eine Arbeit ohne Unterbrechung eine Stunde benötigen, kann die gleiche Arbeit oft leicht doppelt so lange dauern – natürlich abhängig von der Anzahl und Länge der Telefonate.

- Unordnung am Schreibtisch bzw. im Büro stehlen uns auch die Zeit.
Nicht nur, dass Unordnung und Chaos zu langen Suchzeiten führen, sie sind auch Stressfaktoren. Es arbeitet sich einfach besser und mit einem klareren Kopf an einen ordentlichen Schreibtisch, auch wenn ich gelegentlich die Aussage höre „Im Chaos kann ich am Besten arbeiten“. Ganz glauben kann ich das nicht.

Gerne lassen wir uns hie und da von Kollegen ablenken, zu einem Plausch überreden. Daran ist gar nicht Schlechtes – im Gegenteil, sogar gut fürs Arbeitsklima. Nehmen solche Unterhaltungen mit den Kollegen überhand, und das regelmäßig, fragt man sich am Ende des Tages, wo eigentlich die Zeit geblieben ist.

Auch überflüssige Meetings werden von meinen Teilnehmern häufig genannt. 
Ich kenne es ja selbst aus meiner Erfahrung. Es finden häufig Besprechungen statt, wo die Anwesenheit erwünscht ist, aber nicht notwendig wäre. Oder auf alle Fälle nicht während des gesamten Meetings.

- Perfektionismus! Beispielsweise dann, wenn Sie an Details feilen und mehr machen, als eigentlich notwendig wäre bzw. vergütet wird, leiden Sie voraussichtlich an Perfektionismus.

- Überforderung oder besser gesagt, wenn Sie Aufgaben erledigen müssen/sollen, für deren Erledigung Sie sich erst „schlau machen“ müssen, kostet das Zeit. Routineaufgaben gehen leichter von der Hand.

- Fehlende Motivation gehört auch in dieses Ranking.
Wenn die Motivation fehlt, lässt man sich gerne ablenken und stellt die Aufgaben in die Warteschlange.

Weitere, aber nicht so häufig genannte Zeitkiller:
- Die Überprüfung und Korrektur von delegierten Aufgaben.
- Interne Kommunikationsprobleme: Es ist nicht klar, was genau in welcher Reihenfolge und wie zu erledigen ist. Probleme mit der Soft-und/oder Hardware im Büro, sei es aus Unkenntnis oder tatsächlichen Störungen. Sind Ihre Zeitkiller in dieser Auflistung dabei? Wo oder wer sind Ihre größten Zeitdiebe?

Finden Sie sie und reduzieren Sie diese auf ein Minimum, denn ein effektives Zeitmanagement erreichen Sie nur, wenn Sie Ihre Zeitkiller in den Griff bekommen! Um diese Zeitkiller zu eliminieren braucht es Konsequenz. Ich habe diese und wer mich kennt weiss, dass ich die Zeit im Griff habe. Dies weil ich meine Zeitfallen sehr konsequent gefunden und eliminiert habe.

Marco Gloor: «Zeit ist das wichtigste Gut was wir besitzen. Es ist wichtiger als Geld oder Macht. Zeit zu haben macht uns glücklich».
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